Fragen zum Ober­schen­kel­hals­bruch

Der Physiotherapeut von Bunz mobile Physio trainiert mit der Patientin das Treppensteigen mit Krücken Zuhause

Häufige Fragen bei einem Ober­schen­kel­hals­bruch

Ein Oberschenkelhalsbruch trifft in der Regel ältere Menschen. Der Grund ist: Je älter wir werden, desto anfälliger werden unsere Knochen und desto leichter brechen sie. Bei alten Menschen oder einer fortgeschrittenen Osteoporose kann bereits ein seitlicher Sturz auf die Hüfte für eine Schenkelhalsfraktur sorgen. Kommt es bei jungen Menschen zu einem Oberschenkelhalsbruch, ist der Auslöser so gut wie immer ein Unfall oder eine andere Verletzung.

Wo bricht der Knochen?

Der Oberschenkelknochen ist der längste und stärkste Knochen des menschlichen Skeletts. Bei einem Oberschenkelhalsbruch bricht der Oberschenkelknochen nicht mittig, also in der Hälfte des Oberschenkels, sondern weiter oben in der Hüfte. Dort befindet sich das Ende des Oberschenkelknochens, der so genannte Schenkelhals, der mit dem Oberschenkelkopf im Beckenknochen endet. 

Welche Formen der Oberschenkelhalsfraktur gibt es?

Mediziner unterscheiden zwischen einer medialen Oberschenkelhalsfraktur und einer lateralen Oberschenkelhalsfraktur. Die laterale Oberschenkelhalsfraktur, bei der der Bruch außerhalb der Gelenkkapsel auftritt, ist sehr selten. Sie muss in jedem Fall operiert werden. Bei einer medialen Oberschenkelhalsfraktur befindet sich der Bruch innerhalb der Gelenkkapseln. Sie kann oft konservativ behandelt werden und muss nur operiert werden, sollten sich die einzelnen Bruchteile verschoben haben. 

Was sind die Symptome einer Oberschenkelhalsfraktur?

Fast alle Patienten leiden bei einem Oberschenkelhalsbruch unter heftigen Schmerzen im Hüftbereich. Sie können das Bein meist nur unter großen Schmerzen bewegen. Diese strahlen häufig in den Oberschenkel und in das Becken aus. Klare Anzeichen einer Fraktur sind auch ein unnatürlich nach außen verdrehtes Bein oder Blutergüsse sowie Schwellungen an der Hüfte.

Sollten Sie selbst oder ein pflegebedürftiger Angehöriger gestürzt sein und Symptome verspüren, handeln Sie schnell! Denn sollte eine Operation des Oberschenkelhalses notwendig sein, erfolgt sie am besten innerhalb von 24 Stunden nach dem Bruch. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Gefäße verletzt sind und die Blutversorgung von Oberschenkelhalsknochen und Hüftkopf nicht ausreichend ist.

In ganz seltenen Fällen kommt es zu Oberschenkelhalsfrakturen, die schmerzfrei verlaufen. Daher sollte bei dem geringsten Verdacht, insbesondere nach einem Sturz, eine Kontrolle von einem Arzt durchgeführt werden. 

Welches sind Risikofaktoren im Alter?

Die überwiegende Zahl der Patienten zieht sich einen Oberschenkelhalsbruch durch einen Sturz auf die Hüfte zu, sei es beim Aufstehen aus dem Bett oder vom Sofa oder aufgrund einer unvorhergesehenen Stolperfalle wie Schwelle, Teppich oder nassen Badfliesen in der Wohnung. Leider ist es unvermeidlich, dass im Alter das Sturzrisiko steigt. Die motorischen Fähigkeiten und der Gleichgewichtssinn nehmen ab, die Rutschgefahr bei Nässe und Schnee steigt. Außerdem ist der Körper nicht mehr ganz so robust, denn die Knochen werden mit den Jahren anfälliger für Brüche und viele Menschen, vor allem Frauen, entwickeln im zunehmenden Alter obendrein Osteoporose. 

Wie diagnostiziert man einen Oberschenkelhalsbruch?

Eingangs untersucht der Arzt bei Verdacht auf einen Oberschenkelhalsbruch die verletzte Stelle, auf die der Patient gestürzt ist. Er prüft die Beweglichkeit und untersucht die Verletzungen. Verhärtet sich hierbei der Verdacht auf einen Oberschenkelhalsbruch, werden bildgebende Verfahren verwendet, um anhand von Röntgenbildern zu sehen, wo sich der Bruch befindet und welche Bereiche betroffen sind. In komplizierten Fällen wird auch eine Computertomographie angefertigt.

Hat sich der Arzt ein umfassendes Bild gemacht, kann er entscheiden, ob eine Operation notwendig ist oder nicht. 

Wie verläuft die konservative Therapie?

Ein Oberschenkelhalsbruch kann durchaus auch konservativ behandelt werden, es dauert zwischen vier und sechs Monaten, bis der Bruch endgültig verheilt ist. In dieser Zeit müssen Patienten das betroffene Bein ruhig stellen, damit sich der Bruch nicht verschiebt und gut verheilt. Entscheidend für einen guten Therapieerfolg ist in jedem Fall die Unterstützung von Physiotherapie, damit die Beweglichkeit nach einer Schenkelhalsfraktur wieder vollständig hergestellt wird. 

Wann ist eine Operation erforderlich?

Entscheidet der Arzt, dass eine Operation unumgänglich ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese durchzuführen. Ist die ausreichende Durchblutung des Oberschenkelkopfes gegeben, kann hüftkopferhaltend operiert werden. Ist der Oberschenkelkopf jedoch schlecht durchblutet, muss der Hüftkopf in der Regel mit einer Hüftprothese (Hüft-TEP) ersetzt werden. Durchschnittlich bleiben die Patienten nach einer Operation knapp zwei Wochen im Krankenhaus. 

Eine Anschlussbehandlung mit ausreichender physiotherapeutischer Behandlung ist entscheidend für einen optimalen Heilungsverlauf. So kann die Arbeit eines guten Chirurgen zum Erfolg geführt werden, indem der Patient schmerzfrei und die volle Beweglichkeit wiederhergestellt wird. Je nach Alter und körperlicher Konstitution des Patienten macht im Anschluss an das Krankenhaus eine ambulante oder eine stationäre Reha Sinn. In manchen Fällen zieht sich die Heilungsdauer trotz einer OP über mehrere Monate hin, gerade jüngere Patienten sind aber oft deutlich schneller wiederhergestellt.

 

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