Die wenigsten Menschen wohnen um die Ecke der eigenen Eltern. Man besucht sie regelmäßig und freut sich, dass sie noch so gut alleine ihren Alltag wuppen. Zeigt sich irgendwann, dass sie zunehmend gebrechlich werden, macht das natürlich Sorgen. Allerdings haben alle Beteiligten in der Regel genügend Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen.
Wie ist schnell Betreuung zu organisieren?
Anders ist das, wenn Angehörige ganz plötzlich nicht mehr selbständig leben können. Sei es, weil sie gestürzt sind, oder beispielsweise einen Schlaganfall erlitten haben. Auf einmal muss binnen kürzester Zeit jede Menge organisiert und geplant werden. Hilflosigkeit und Sorge macht sich breit, viele Angehörige fragen sich: Wie soll das gehen, dass meine Eltern optimal versorgt sind, während ich woanders lebe und berufstätig bin? Wer kann sich kümmern, wo gibt es Unterstützung? Und wie lässt sich diese finanzieren?
Wie steht es um die Versorgungslücke in der ländlichen Region?
Natürlich gibt es viele klassische Home Services, die für Zuhause in Anspruch genommen werden können wie beispielsweise Hausbesuche des Hausarztes, Lieferservice beim Essen, Friseur oder Ergo- und Physiotherapie. Gut verfügbar sind diese Services allerdings meist nur in den größeren Städten. Gerade im ländlichen Raum sind oft nicht alle Angebote verfügbar und klafft eine Versorgungslücke auf. Das wird in Zukunft durch den demografischen Wandel und die immer höhere Lebenserwartung zu noch viel größeren Schwierigkeiten führen, die von Gesellschaft und Politik dringend in Angriff nehmen müssen.
15 Millionen Hausbesuche können nicht absolviert werden
Laut Untersuchungen zum Fachkräftemangel steht der Beruf der Physiotherapeuten übrigens an erster Stelle, doch auch in anderen Berufen wie beispielsweise Hausärzten gibt es speziell auf dem Land oftmals Engpässe in der Versorgung. Insgesamt sprechen wir wohl über 15 Millionen Hausbesuche, die in Deutschland jedes Jahr benötigt würden, aber nicht stattfinden können, weil das Personal und die Infrastruktur, insbesondere in den ländlichen Gebieten, fehlen.
Ein Rollentausch der Generationen
Wenn Eltern pflegebedürftig werden, bedeutet das oft eine immens große Belastung, nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern für die gesamte Familie. Auch wenn die Angehörigen die Pflege nicht selbst übernehmen können, weil es örtlich gar nicht möglich ist, ist die seelische und organisatorische Belastung für die Angehörigen häufig sehr groß. Das bedeutet, letztlich brauchen nicht nur die bedürftigen Eltern, sondern auch die betroffenen Angehörigen selbst Unterstützung und Hilfestellung. Denn die Sorgen und der Druck, die auf ihnen lasten, sind groß. Gut zu wissen, dass es vielen Menschen in dieser Situation so geht. Sie fühlen sich gestresst und gleichzeitig hilflos, sind überfordert oder traurig. Kein Wunder: Unterm Strich vollzieht sich in dieser Phase ein Rollentausch zwischen den Generationen. Plötzlich verschiebt sich die Verantwortlichkeit von den Eltern auf die Kinder. Diese müssen sich kümmern und die Fürsorge übernehmen. Dabei steht für viele an erster Stelle, dass sie ihren Eltern ermöglichen möchten, so lange wie möglich zu Hause selbständig leben zu dürfen und den Umzug ins Heim hinauszuzögern.
Welche Services sind für zu Hause gut verfügbar?
Wenn alleine gar nichts mehr geht, gibt es natürlich die Option, einen Pflegedienst zu organisieren, was leider alles andere als leicht ist. Doch bevor eine umfassende intensive Pflege notwendig ist, befinden sich viele Menschen in der Grauzone zwischen “ganz alleine geht es nicht mehr, aber ein richtiger Pflegefall sind sie auch noch nicht”. Sie benötigen schlichtweg ein bisschen mehr Hilfe und Unterstützung, dann funktioniert es Zuhause noch ganz gut. Dies kann notwendig sein in Form von Alltagsbegleitern, die mitkommen zu Arztbesuchen oder Einkäufen, Haushaltshilfen oder einem ambulanten Pflegedienst. Auch in anderen Bereichen funktioniert der Home Service ganz gut: Neben der medizinischen Fußpflege (Podologie), der Maniküre und dem mobilen Friseur oder Zahnarzt gibt es natürlich Ergotherapie und Physiotherapie im Hausbesuch, Apotheken liefern Medikamente nach Hause und der Hausarzt kommt zum Hausbesuch. Essen auf Rädern kann meistens von heute auf morgen bestellt werden und auch die Super- und Getränkemärkte bringen Lebensmittel bis an die Haustür.
Wo Physio- und Ergotherapie im Hausbesuch kurzfristig buchen?
„Mich stresst es ehrlicherweise unglaublich, dass ich nicht vor Ort bin und das alles aus der Ferne organisieren muss. Ich möchte mich schließlich so gut wie möglich um meine Mutter kümmern. Mir ist sehr wichtig, dass ich weiß, sie ist bestmöglich versorgt“, erzählte erst letzte Woche wieder ein Anrufer, der bei uns Physiotherapie im Hausbesuch gebucht hat. Solche Sätze hören wir regelmäßig von Angehörigen, die sich an uns wenden, um Hausbesuche im Bereich Physiotherapie oder Ergotherapie für ihre Angehörigen zu organisieren. In vielen Fällen können wir unterstützen, denn wir sind mit zahlreichen Therapeuten auch in der ländlichen Region sehr gut aufgestellt. Hinzu kommt, dass bei Bunz mobile Physio und Bunz mobile Ergo Termine meist kurzfristig buchbar sind. D.h. wir können auch zeitnah helfen, wenn Angehörige überraschend aus dem Krankenhaus oder der Reha nach Hause kommen.