Tanja Schütz 06.06.2019

Bunz mobile Physio: Evidenzbasiertes Arbeiten im Alltag integrieren

Ein Blick in die Zukunft bei Bunz mobile Physio: Wir werden unsere Arbeit zunehmend wissenschaftlich untermauern, dank der Mithilfe und Mitarbeit jedes einzelnen Physiotherapeuten, der für uns Patienten behandelt. Welche Voraussetzungen müssen wir hierfür jetzt schaffen?

Was evidenzbasiertes Arbeiten anbelangt, ist Deutschland ein Entwicklungsland. In Ländern wie Australien, USA und Großbritannien zählt es längst schon zum alltäglichen Standard, bei uns erwacht in der Physiotherapie-Branche derzeit erstes Interesse an dieser wissenschaftlich fundierten Art zu behandeln. Wir von Bunz mobile Physio erkennen die Notwendigkeit, evidenzbasiertes Arbeiten als feste Größe zu installieren, doch aller Anfang ist und wird schwer. Grundlage hierfür sind diese drei Säulen, auch nachzulesen bei Cochrane (ausführlich weiter unten):
  1. Werte und Wünsche des Patienten
  2. Individuelle klinische Erfahrung
  3. Aktueller Stand der klinischen Forschung

Wann beginnen?

“Wenn wir beim evidenzbasierten Arbeiten Fortschritte erzielen wollen, müssen wir zuallererst in unserem Unternehmen ansetzen und mit gutem Beispiel vorangehen.”, betont Ekaterina Sandakova. Sie ist als Therapieleitung für das 150-köpfige Team verantwortlich, das deutschlandweit und in Teilen Österreichs für Bunz mobile Physio auf Hausbesuch geht. Dabei kann sich Bunz mobile Physio nicht auf die Fahne schreiben, Pionierarbeit zu leisten. Erste Strukturen hat bereits im Jahr 2016 die Deutsche Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW) geschaffen. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit klinischen Forschungen in der deutschen Physiotherapie-Szene und publiziert regelmäßig ihre Ergebnisse.

Im ersten Schritt plant Ekaterina Sandakova allen Physiotherapeuten/-innen bei neuen Patienten ausführliche Unterlagen mitzugeben, die sie bei der Anamnese unterstützen und in der Folge eine lückenlose Dokumentation ermöglichen. Diese Vorlagen sehen diverse Tests und Messungen vor, die zusammen ein fundiertes Bild über den Zustand des Patienten ergeben. “Auf Dauer führen diese klinisch orientierten Meßwerte unser Team wissenschaftlich fundiert zum Erfolg”, ist sich Ekaterina sicher.

Tests und Studien untermauern die Entscheidungen

Sie erklärt näher: “Evidenzbasiertes Arbeiten heißt, dass unsere medizinischen Entscheidungen in der Physiotherapie unterstützt werden durch Test und Studien. Erfahrung und ein gutes Bauchgefühl sind wichtig, perfekt abgerundet wird das Ganze jedoch, wenn sie zusätzlich von evidenzbasiertem Wissen untermauert werden.” Hier lesen Sie mehr zum Thema Qualitätssicherung bei Bunz mobile Physio

Dreistufiger Prozess bei jedem Patienten

Ekaterina Sandakova unterteilt diesen Prozess bei jedem Patienten in drei Stufen (siehe obige Punkte): Die Weichen werden gleich eingangs gestellt, nämlich mit einer ausführlichen und präzisen Anamnese. Weiß der Therapeut, mit welchem Krankheitsbild er es zu tun hat und kennt die Erwartungen des Patienten, kann er jetzt auf evidenzbasiertes Wissen zurückgreifen und die richtige Therapie auswählen.

Hier lesen Sie mehr zum Thema “Aktive Mitarbeit

Maßgebend im dritten Schritt ist dann, dass der Therapeut entsprechende Kompetenz und großes Wissen in seinem Fachbereich mitbringt. All diese Komponenten zusammen sichern dem Patienten eine perfekte Behandlung.

Evidenzbasiertes Arbeiten in Deutschland zum Standard machen

Evidenzbasiertes Wissen hat noch keinen großen Stellenwert in der Ausbildung oder im Studium deutscher Physiotherapeuten. Es hat sich in unserer Kultur noch nicht etabliert. Derzeit wird der Fokus noch überwiegend auf praxisorientiertes Arbeiten gelegt. Langfristiges Ziel ist die richtige Balance zwischen Praxis und Theorie. Mit dem gesamten Team plant Ekaterina Sandakova die ersten Schritte in diese Richtung zu gehen. Fortschrittlichkeit und innovatives Arbeiten zeichnen Bunz mobile Physio aus, daher blicken wir stets offen für Neues über den eigenen Tellerrand und in die nahe Zukunft.

Jetzt die Voraussetzungen schaffen

Wir planen langfristig und schaffen schon jetzt die Voraussetzungen: Dank der einstündigen Behandlungszeit können sich unsere Physiotherapeuten die nötige Zeit für die Anamnese und die Dokumentation nehmen. Grundlage hierfür werden hausinterne Formulare sein, die ausgewertet und in einer Datenbank gespeichert werden. Sie füttern eine interne Datenbank, die wächst und wächst. In ein paar Jahren kann auf diese Weise innerhalb des Unternehmens auf einen großen Wissensschatz zugegriffen werden. Ekaterina Sandakova sieht außerdem vor, ihrem Team Kurse und Schulungen anzubieten, damit alle Mitarbeiter routiniert evidenzbasiertes Wissen anwenden und selbständig in ihre Arbeit integrieren können. Sie lernen, wie leicht es ist, mit ein paar Mausklicks auf weltweite Datenbanken mit umfangreichem Fachwissen und Studien zuzugreifen. “Unser Ziel ist es, dass wir nicht nur unsere Patienten gut versorgen, sondern auf lange Sicht ein breites Wissen für alle schaffen”, blickt Ekaterina Sandakova in die Zukunft.

Der einzige Nachteil

Einen kleinen Nachteil gibt es dann doch: Fast alle Studien, die es zu dem Thema bislang gibt, sind in Englisch verfasst. D.h., die Therapeuten müssen sie auf Englisch lesen, was natürlich etwas umständlicher ist. Also bleibt der Physiotherapeuten-Szene in Deutschland nur, Übersetzungen ins Deutsche vorzunehmen und parallel dazu selbst entsprechende Studien zu verfassen. So kann in deutschland langfristig eigenes Wissen gesammelt werden, auf das alle Physiotherapeuten zugreifen können. Wir machen den ersten Schritt!

Wer sind wir? Und paßt Du in unser Team?

Möchtest Du mehr über Bunz mobile Physio wissen und unser Team unterstützen, dann ruf uns gerne kostenlos an oder kontaktiere uns schriftlich. Wir suchen in ganz Deutschland sowie in Teilen Österreichs laufend Verstärkung. Therapieren bei uns macht Spaß, denn jede Behandlungseinheit dauert 60 Minuten. Außerdem bezahlen wir überdurchschnittlich gut. Interessiert? 

Glück im Physiotherapie-Job Teil 1: Wie wichtig ist sinnstiftende Arbeit?

Unsere Mitarbeiter brauchen Power - sehr viel Power - um Tag für Tag unseren Patienten helfen zu können. Diese Kraft ziehen sie unter anderem aus ihrer Tätigkeit selbst. Denn sie erachten ihre Beschäftigung, das Therapieren von Menschen, als sinnvolle Arbeit. Mit ihrem Tun können sie etwas bewegen und anderen Menschen helfen.

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Tanja Schütz 24.09.2018
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