Tanja Schütz 18.03.2019

Physiotherapie in Corona-Zeiten: Die Grundversorgung sicherstellen

Die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung trotz Corona sicher zu stellen hat oberste Priorität, auch für uns Physiotherapeuten. Wir müssen unnötige Kontakte vermeiden und dennoch dringende Fälle behandeln. Der Bedarf am Hausbesuch wächst täglich, da immer mehr Physiotherapie-Praxen und Reha-Zentren schließen.

 Zum Schutz unseres eigenen Teams können wir leider niemanden mit Erkältungssymptomen behandeln. Daher darf jeder Physiotherapeut/-in vor Ort selbst entscheiden, wenn ihm eine Therapie zu riskant erscheint. Nur er selbst kann das Risiko abschätzen - in seinem eigenen Sinn und in dem des Patienten. Das gilt auch umgekehrt. Wir nehmen keine Absage übel und können jeden verstehen, der sagt, ich setze vorübergehend mit der Physiotherapie aus.

Freie Kapazitäten für Notfälle nutzen

Diese freigewordenen Kapazitäten können wir gut anderen Menschen zukommen lassen. Denn offensichtlich steigt täglich der Bedarf an Hausbesuchen. Reha-Zentren machen dicht, Praxen schließen ihre Türen, aber viele Patienten müssen dennoch dringend therapiert werden. “Es gibt aktuell viele Menschen, ältere wie jüngere, die wir zugunsten ihrer Lebensqualität unbedingt weiterhin versorgen müssen. Wir haben einen medizinischen Behandlungsauftrag und eine Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung”, erklärt Wolfgang Bunz, Geschäftsführer von Bunz mobile Physio, und versucht alle personellen Kapazitäten auszuschöpfen, um dem täglich steigenden Bedarf gerecht zu werden.

So manche Behandlung muss sichergestellt werden

Es gibt so viele schwerkranke ältere Patienten, für die eine physiotherapeutische Behandlung unverzichtbar ist. Wir können deren Therapie nicht einfach aussetzen, sie brauchen uns. Ebenso wie diejenigen Menschen, die in den vergangenen Tagen noch operiert wurden, mittlerweile aber keinen Reha-Platz mehr bekommen. Gerade nach orthopädischen Eingriffen wie einer Knie- oder Hüftprothese ist in den Tagen nach der OP eine Lymphdrainage indiziert und danach über mehrere Wochen Physiotherapie und Krankengymnastik. Wer in solchen Fällen auf die Physiotherapie verzichtet,riskiert Folgeschäden, die in ein paar Monaten nicht mehr zu korrigieren sind.

Behandlung ja - unnötiges Risiko nein!

Seien Sie sicher, wir setzen Sie und uns selbst keinem unnötigen Risiko aus! Wir nehmen das Thema sehr ernst: Daher ist auch so wichtig, dass in der derzeitigen Situation jeder die persönliche Freiheit hat zu entscheiden, ob Behandlungstermine zustande kommen sollen oder nicht.

Richtlinie von Physio Deutschland beachten

Klare Vorgabe innerhalb unseres Teams: Die Richtlinien beachten, die der Deutsche Verband der Physiotherapeuten (ZVK) herausgegeben hat. Hygiene hat oberste Priorität, damit schützen wir uns selbst und unsere Patienten. Wir sind der Meinung, dass ein Hausbesuch im Vergleich zum Besuch einer Einrichtung das Risiko einer Ansteckung minimiert. Warum? Sie kommen mit nur einem einzigen Menschen - ihrem Therapeuten - in Kontakt und nicht mit vielen anderen. Außerdem dürfen sie für die Behandlung in ihren eigenen vier Wänden bleiben, auch das bedeutet weniger Sozialkontakte. Wir hoffen, den Run auf mobile Physiotherapie, den wir derzeit erleben, bewältigen zu können, und wünschen uns sehr, jeden Notfallpatienten versorgen zu können.

Hausbesuche: Wir kommen trotz Corona-Krise

Können wir Ihnen helfen in dieser kritischen Zeit? Sprechen Sie uns an, wenn Sie Bedarf haben! Wir versuchen das Unmögliche möglich zu machen in dieser unglaublich schwierigen Situation der Corona-Krise. Wir haben große Teams in allen deutschen und österreichischen Großstädten. Kontaktieren Sie uns gerne und holen sich alle Informationen, die Sie brauchen. 

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