Im Hindernisparcours durch das Haus: Physiotherapie für Senioren

Eva und Ernst Mayerhauser können auf ein sorgloses Leben zurückblicken. Das Wiener Ehepaar ging viel auf Reisen und frönte seiner Tennis- und Golf-Leidenschaft - ein guter Ausgleich zum Stress in der eigenen Konditorei. Jetzt, im Alter, läuft es unrund: Die beiden leiden unter Schlaganfall, Parkinson und MS. Peter Andrukonis, Therapeut bei Bunz mobile Physio, hilft ihnen, ihre Selbständigkeit zu bewahren.

“Ich bin so froh, dass wir den Peter haben”, erzählt Eva Mayerhauser und beschreibt in wenigen Sätzen die aktuelle Situation. Sie ist seit vielen Jahren wegen Multipler Sklerose an den Rollstuhl gefesselt, konnte aber dank ihres Mannes trotzdem uneingeschränkt am Leben teilhaben. Er versorgte seine 75 Jahre alte Frau, die beiden machten Urlaube und bewältigten ihren Alltag im östlichen Wien, im 11. Bezirk, problemlos. Dann plötzlich erlitt Ernst Mayerhofer einen Schlaganfall. Bei den eingehenden Untersuchungen stellte sich heraus, dass er außerdem an Parkinson leidet. Und damit nahm das Leben der beiden Wiener eine drastische Wendung.

Die Motivation ist der Motor

Peter Andrukonis, einer unserer Wiener Physiotherapeuten, betreut das Ehepaar im

Hausbesuch, den wir übrigens auch in ganz Deutschland anbieten. Peter war klar, je länger dieser Zustand anhält, desto schwieriger wird es für die Mayerhausers, zurück zu ihrem selbständigen Leben zu finden. Successive hatte sich der Zustand des Konditors im vergangenen Jahr verschlechtert. Vor einem Jahr war er noch am Tennisplatz gestanden und hatte Bälle geklopft, jetzt hatten ihn Parkinson und Schlaganfall voll ausgebremst. Und damit war auch der Lebensmut verloren gegangen. Peter dachte nach, wie er den über 80 Jährigen motivieren könnte. Denn die Motivation ist der Motor, ohne sie gibt es kein Vorankommen! 

Der Tennisschläger war der Schlüssel zum Erfolg

Als Ernst Mayerhauser stolz seine Auswahl an Tennisschlägern demonstrierte und Peter von den guten alten Zeiten erzählte, meinte dieser: “Na, nehmen Sie den Schläger doch mal in die Hand.” Und fand damit eine tolle Möglichkeit, bei seinem Patienten die Motivation zu wecken. Statt Bälle klopfen hieß es nun, Bälle auf dem Schläger rollieren lassen. Mal in der rechten, mal in der linken Hand. “Das verbessert die Feinmotorik ungemein”, weiß Peter Andrukonis. Und als er die Freude sah, die der Senior auf einmal an der Übung hatte, baute er sein “Aufbauprogramm” für den alten Tennis-Crack weiter aus. Da er früher selber Tennis spielte, kannte er noch etliche Übungen aus seiner aktiven Zeit. 

Übungen mit Ball und Schläger im Sitzen und im Stehen

Erst machte er mit ihm Übungen mit Ball und Schläger im Sitzen, dann ging es weiter im Stehen. Die beiden ließen den Ball am Boden rollen und schoben ihn zwischen sich hin und her. Frau Mayerhofer saß belustigt im Rollstuhl daneben und freute sich an den wiedererweckten Lebensgeistern ihres Mannes. Als dieser sich auch im Stand wieder sicher fühlte und die Gleichgewichtsprobleme verschwunden waren, ging Peter mit seinem Patienten zur “Kür” über. 

Senior läuft im Hindernisparcour durch das Haus

“Ich baue ihm im Haus einen Hindernisparcour auf. Mit dem Schläger in der Hand, dem Ball oben drauf, lasse ich Herrn Mayerhauser über Kissen steigen, um Stühle herum laufen und Slalom um seine Schuhe, unter Zimmerpflanzen hindurch und die Treppen rauf und runter. Jetzt wird es richtig sportlich, ” freut sich Peter. Tag für Tag kommt Ernst Mayerhofer seinem eigentlichen Ziel näher.

Peter hat den Motivationstrigger gefunden 

Dieses ist natürlich, irgendwann wieder auf dem Tennisplatz zu stehen und ein paar Bälle zu klopfen. Und im ersten Schritt: Wieder Autofahren zu können. Denn dann steht gemeinsamen Ausflügen mit seiner Frau nichts mehr im Wege. “Er wird das schaffen”, glaubt Peter. Aber zuvor hatte Peter etwas geschafft: Nämlich den richtigen Motivationstrigger gefunden: “Je kreativer man vorgeht, desto besser sind die Erfolge. Motivation ist das A und O, daher muss man den Zugang zum Patienten finden. Ich sehe mir jeden meiner Schützlinge genau an und überlege: Was funktioniert bei ihm? Wie kann ich ihn ins Boot holen?” 

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Wir wissen, einen Physiotherapeuten wie Peter wünschen sich viele. Ein Glück, dass wir in Österreich und Deutschland ein großes Team mit vielen tollen Therapeuten haben, die auch gerne zu Ihnen selbst oder zu einem Angehörigen zum Hausbesuch kommen.

Kontaktieren Sie uns gerne und holen sich alle Informationen, die Sie brauchen.

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