Tanja Schütz 22.12.2020

Bei kniffligen Fällen: Anamnese ist der Schlüssel zum Erfolg

Jeremias Betka liebt es spannend, deshalb liebt er seinen Job. Klar, manches ist Routine: Brüche, Bänderverletzungen, kaputte Bandscheiben etwa. Diffuse Krankheitsbilder dagegen wecken Jeremias Neugierde. Er blendet auf den ersten Blick Offensichtliches aus und betrachtet den Körper als großes Ganzes. Das ist für unseren Leipziger Physiotherapeuten dann wie das Lösen eines kniffligen Rätsels. 

Ursprünglich Leistungssportler (Fußballer und Boxer) lag für Jeremias das Studium der Sportwissenschaft nahe. “Letztlich zeigte sich aber schnell, dass in diesem Bereich die Jobs rar sind. So bin ich umgeschwenkt auf Physiotherapie”, erzählt der gebürtige Dresdner, der in Halle studierte und dort auch seine Physiotherapie-Ausbildung absolvierte. Daran schloss er noch eine Osteopathie-Ausbildung an.
Ausgestattet mit einem derart reichen Erfahrungsschatz macht es ihm natürlich Spaß, sehr unterschiedliche Patienten zu betreuen. Auch bei den schwierigen Fällen Erfolge zu erzielen, das empfindet er immer wieder als persönliche Herausforderung.  

Ein guter Behandler versteht die Anatomie

Und weil er diese Erfahrung gerne auch weiter gibt, unterrichtet er zusätzlich an einer Physiotherapieschule in Halle. Dort bringt er seinen Schülerinnen und Schülern natürlich auch das Rätsellösen bei: “Man muss die anatomischen Strukturen verstehen, um gut behandeln zu können. Nur so weiß man, wo man ansetzen muss. Der Rest erschließt sich logisch, das ist wie bei einem kniffligen Rätsel.”  In vielen Fällen werden gleich am Anfang die Weichen für die Therapie gestellt, denn eine gute und gründliche Anamnese sei der Schlüssel zum Erfolg, betont der 29 jährige. Sie bringt ihn meist gleich auf die richtige Spur. 

Der erste Schein kann trügen 

Rückenschmerzen beispielsweise sind so ein Klassiker. Das können Bandscheibenvorfälle sein, aber der erste Blick kann auch trügen. Nicht selten verbergen sich dahinter Magen-Darm-Probleme, Leberstauungen, abgesenkte Fußgewölbe oder psychische Überlastungen. “Der Schmerz zeigt sich oft nicht dort, wo er ursprünglich herkommt, sondern verlagert sich”, betont Jeremias, der in Leipzig und Dresden für Bunz mobile Physio Patienten im Hausbesuch versorgt.

Das Gesamtbild verschafft Klarheit 

So gehört zur Routine, dass er die Patienten schon bei der Anamnese nach weiteren Symptomen befragt, nach ihren Lebensumständen, Stress, Alltagsgewohnheiten, Bewegungs-Gepflogenheiten, Schlaf und Ernährung. Dann folgt die körperliche Untersuchung, anhand derer er sein diagnostisches Bild vervollständigt. “Die Fälle, die zunächst ein unklares Bild ergeben, mag ich ganz besonders. Sie fordern meinen beruflichen Ehrgeiz heraus”, erzählt er. 

Die Ursache war eine ganz andere

Und prompt fällt Jeremias dann auch ein gutes Beispiel ein, wo alles anders schien, als es letztendlich war: Ein junger Leistungssportler kam mit Beschwerden in der Brustwirbelsäule. Dort fand unser Physiotherapeut dann auch tatsächlich ein paar Wirbel in leichter Gruppenfehlstellung vor. Aus seiner Erfahrung wusste Jeremias, dass Gruppenfehlstellungen bei Wirbeln oftmals ein Indiz für organische Schwierigkeiten sind und so suchte er weiter. Schnell wurde er fündig: Der junge Mann hatte zusätzlich Probleme mit der rechten Schulter. Dort gibt es eine Bindegewebsverbindung zur Leber, so als ob die Leber sozusagen an der Schulter ziehen würde. Außerdem war das Zwerchfell, das mit der Leber verwachsen ist, überempfindlich.

Medikamente waren die Ursache

Was stellte sich letztlich heraus? Der Patient litt an ADHS, wogegen er regelmäßig Medikamente nahm. Diese begannen mit der Zeit seine Leber zu stressen und schwups war der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen - was sich zunächst allerdings nur an der Brustwirbelsäule zeigte. Unser Physiotherapeut machte sich an die Arbeit: Er behandelte Brustwirbelsäule und Zwerchfell, befreite die Zu- und Abgänge zur Leber und regte auf diese Weise den Stoffwechsel an. Parallel dazu reduzierte sein Patient die Medikamente und schon bald ging es ihm wieder richtig gut. 

Physiotherapie im Hausbesuch für Jung und Alt

Wir von Bunz mobile Physio sind uns bewusst, dass viele Patienten Physiotherapie im Hausbesuch schätzen und bieten daher gezielt diesen Service an. Wir kommen zu Ihnen oder Ihren Angehörigen nach Hause und das mit reichlich Zeit - vollen 60 Minuten. Ganz gleich, ob Sie nur lieber in Ihren eigenen vier Wänden behandelt werden möchten oder aufgrund Ihres Alters, einer Verletzung oder einer Operation immobil sind. Wir kommen gerne zum Hausbesuch und das auch am Abend oder am Wochenende. 

Kontakt und weitere Informationen

Kontaktieren Sie uns jederzeit und holen sich alle Informationen, die Sie brauchen. Wir haben Teams in allen deutschen und österreichischen Großstädten, so dass unsere Physiotherapeuten auch kurzfristig verfügbar sind. 
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