Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Physiotherapie als Therapiebegleitung bei ALS
Physiotherapie bei ALS: Den Verlauf verlangsamen

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist ausgesprochen schwierig zu diagnostizieren. Es gibt leider keine bestimmten Werte in Blut oder Urin, durch die die Krankheit direkt nachgewiesen könnte. Daher stochern die Mediziner gerade im Anfangsstadium oft im Nebel. Sie können nur Indizien sammeln und die Diagnose anhand des gesamten Krankheitsbildes und der Summe aller Symptome stellen.

Was anfangs nur ein leiser Verdacht ist, verhärtet sich mich der Zeit, wenn immer mehr Symptome im Gesamtbild auf ALS hinweisen. Da diese Krankheit für die Betroffenen schwerwiegende Konsequenzen hat, wird niemand schnell mit der Diagnose ALS zur Hand sein. Eingehende Untersuchungen sind unabdingbar, auch die sogenannte Ausschlussdiagnostik, um andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.

Benötigen Sie Physiotherapie bei ALS zu Hause?

Schreiben Sie uns. Rufen Sie uns an. Oder lassen Sie sich zurückrufen.
Wir antworten gerne.               

Informationen zur Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Kurzer Überblick zu ALS

  • Was verbirgt sich hinter der Krankheit ALS?
  • Was ist die Ursache von ALS?
  • Was sind die typischen Symptome?
  • Wie ist der übliche Krankheitsverlauf?
  • Eingehende Diagnostik
  • Physiotherapie für ALS-Patienten

Über ALS im Allgemeinen

ALS ist eine schwerwiegende Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems, deren Ursache nach wie vor unerforscht ist. Laut Informationen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) beginnt die Krankheit meist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, wobei Männer etwas häufiger daran erkranken als Frauen. Seit nunmehr 100 Jahren ist die Krankheit bekannt, derzeit scheint die Zahl der Fälle (1 von 100.000) weltweit leicht zuzunehmen.

Die Ursache: Nervenzellen gehen zugrunde

Gelähmt bei klarem Verstand: Warum bei ALS-Patienten successive die motorischen Nervenzellen verloren gehen, sodass sie irgendwann völlig gelähmt sind, darüber tappt die Wissenschaft bislang im Dunklen. Die meisten Patienten haben eine Lebenserwartung von bis zu drei Jahren, doch gibt es auch Langzeitüberlebende wie den Astrophysiker Stephen Hawking.

Unterscheidung der drei Formen von ALS:

Bei der Diagnose wird in der Regel zwischen drei Formen der amyotrophen Lateralsklerose unterschieden:

  • Der Sporadischen Form: Die ALS hat keine erkennbare Ursache.
  • Die Familiäre Form: Die ALS wird durch eine genetische Mutation (eine Veränderung der Erbinformation auf einem Chromosom) ausgelöst.
  • Die Endemische Form: In manchen Regionen tritt die ALS aus bislang unbekannten Gründen gehäuft auf.

Die typischen Symptome von ALS

Die Krankheit beginnt zunächst mit sehr diffusen und unterschiedlichen Symptomen. Etwa ein Viertel der Betroffenen bemerkt eine Schwäche der Muskulatur in den Hand- und Armmuskeln sowie einen Rückgang der Gesichtsmuskulatur. Hinzu kommen häufig Krämpfe in den Beinen. Manchmal beginnt die Krankheit aber genau umgekehrt, startet in den Beinen und geht dann erst in die Muskulatur von Händen, Armen und Gesicht über.

Bei fortgeschrittener Krankheit wird die Mimik ausdruckslos, weil die Gesichtsmuskulatur nicht mehr arbeitet, und die Sprache zunehmend schleppend und verwaschen. Auch das Schlucken und damit Essen und Trinken werden meist zum Problem. Bei einigen Patienten (etwa jedem Fünften) macht sich ALS auch hier im umgekehrten Verlauf bemerkbar. Es beginnt mit Schluck- und Sprachstörungen und geht erst dann auf die Muskulatur der Extremitäten über.

Unkontrollierte Bewegungen, Zuckungen einzelner Muskelpartien, fehlende Muskelreflexe, manchmal auch völlig unwillkürliches, grundloses Lachen und Weinen sind weitere klassische ALS-Symptome.

Überblick über den Verlauf

ALS trifft das motorische Nervensystem, das für die Übermittlung der Befehle an die Muskulatur zuständig ist. Die Signale aus Gehirn und Rückenmark werden zunehmend schwächer und zeitverzögert an die Muskeln weitergegeben, was schwere Folgen hat: Unkontrollierte Muskelzuckungen, Muskelschwund und Muskelschwäche an den Extremitäten (siehe oben bei Symptomen). Zunächst macht sich ALS nur durch eine diffuse Muskelschwäche bemerkbar, später dann auch anhand von Lähmungserscheinungen. Leider ist ALS nicht heilbar, die Beeinträchtigungen des Nervensystems sind ein unumkehrbarer Prozess. Besonders schlimm ist für die Patienten, dass im Verlauf der Krankheit auch die Atemmuskulatur betroffen ist.  

Die geistigen Fähigkeiten bleiben bei fast allen Patienten trotz ALS erhalten. Sie sind weder in ihren Sinneswahrnehmungen noch im Denkvermögen eingeschränkt und nehmen die Krankheit bei vollem Bewusstsein wahr. Daher leiden viele Patienten darunter, wenn sie an den Punkt kommen, an dem sie ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können.

ALS richtig diagnostizieren

Eine eingehende Diagnostik ist bei ALS ganz entscheidend, denn es gibt etliche verwandte Krankheiten, die besser therapierbar sind, sodass eine Fehldiagnose ausgeschlossen werden muss. Ein Neurologe beurteilt die Muskulatur bezüglich Muskelschwund und Kraft, ebenso die Sprache, das Schluckvermögen und die Atemfunktion. Er überprüft die Reflexe und die Funktion des Nervensystems im Allgemeinen. Wichtig ist, dass durch Zusatzdiagnostik entzündliche und immunologische Krankheitsprozesse ausgeschlossen werden, die der ALS sehr ähneln können.

Physiotherapie hilft den Betroffenen

Physiotherapie kann ALS-Patienten ihre Krankheit enorm erleichtern, hat allerdings an die Physiotherapeuten einen großen Anspruch. Normalerweise begleiten sie ihre Patienten auf ihrem Weg in die Gesundheit, hier können sie nur lindernd und stabilisierend tätig sein. Der Zustand des Patienten wird sich trotz Therapie weiter verschlechtern, helfen können sie aber trotzdem.

Ziel ist, überbeanspruchte Muskulatur, die die Arbeit der verloren gegangenen übernommen hat, zu entlasten und eine gewissen Kompensation zu erarbeiten. Die Bewegungsabläufe können optimiert werden, die Atmung bewusst trainiert und gesteuert werden, die Spastik beeinflusst und geschwollene Extremitäten entstaut werden.

Leiden Sie unter Amyotropher Lateralsklerose (ALS)?

Wir begleiten Sie bei der Therapie

Wir können Sie auf ihrem Weg begleiten, wenn Sie an ALS erkrankt sind, denn wir haben ein großes Team an Physiotherapeuten, die Sie jederzeit im Hausbesuch therapieren. Das Team von Bunz mobile Physio steht Patienten in ganz Deutschland sowie in Österreich zur Verfügung, Termine sind auch kurzfristig verfügbar.

Andere interessante Beiträge finden Sie auf den weiteren Seiten zu Diagnosen und Behandlungsmethoden sowie unseren Blogbeiträgen.

TERMIN VEREINBAREN